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Witterung hemmt Kulturen

Trotz kühler und sehr feuchter Witterung im Verlauf des Mai und der ersten Juni-Tage ist die Entwicklung der Getreidebestände in weiten Teilen Süddeutschlands zufriedenstellend. Allerdings hat sich der Krankheitsdruck deutlich erhöht. Das könnte nach Ansicht des Pflanzenbaureferenten im Bayerischen Bauernverband (BBV) , Matthias Kick, bei Kartoffeln zu Problemen führen.

Prognosemodelle hätten bereits die erhöhte Gefahr eines frühzeitigen Stengelbefalls mit Krautfäule (Phytophtora infestans) bestätigt. Durch die regional sehr ausgiebigen Niederschläge sind die Felder nicht immer befahrbar. Deshalb können die Landwirte nicht alle erforderlichen Pflanzenschutzmaßnahmen durchführen.

Besonders problematisch ist die Situation bei Mais. "Das Wachstum ist derzeit noch gehemmt und der Mais in seiner Entwicklung zurück", so Kick. Zudem sei Mais in seiner Jugendentwicklung extrem konkurrenzschwach. Unkräuter und Ungräser wuchsen teilweise besser als der Mais. Auch hier gestaltet sich die Unkrautbekämpfung zuweilen recht schwierig. In den Grünlandgebieten hat das wechselhafte Wetter die Werbung des ersten Schnitts erschwert. Häufig wurde er von Niederschlägen getroffen. Wie der deutsche Wetterdienst mitteilte war der Mai mit durchschnittlich 10,8 Grad Celsius in Bayern deutlich kälter als der langjährige Durchschnitt mit 11,7 Grad. In Bayern fielen im Mai 125 Liter pro Quatratmeter Niederschlag. Dieser Wert liegt um 35 Liter über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre.

geschrieben von agrarzeitung.de am 07.06.2010 um 19:43.


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