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Willkommen im Bud House

Mit Beginn der WM hat Anheuser-Busch InBev sein Bud House gestartet, eine nach eigener Einschätzung innovative und wegweisende Online Reality-Show. Je ein Fan aus jeder der 32 teilnehmenden Nationen lebt seit dem 11. Juni für die gesamte Dauer des Turniers mit den Fans der anderen Länder unter einem Dach. Unterhaltsam soll es nach den Vorstellungen der Initiatoren schon alleine dadurch werden, dass zwischen den Fans einiger Länder gewisse Animositäten bestehen. Das kann unter anderem dann spannend werden, wenn sich alle Kandidaten gemeinsam die Spiele anschauen.

Die Regeln dieses Big Brother des Fußballs sind denkbar einfach und global verständlich: Scheidet ein Team aus, scheidet auch der Fan des entsprechenden Landes aus. Bis dahin können die Zuschauer das Geschehen im Haus interaktiv beeinflussen. Dazu wurde die Sektion "You Decide" eingerichtet, in der ab 11. Juni ständig wechselnde Themen zur Abstimmung stehen. So können bestimmte Teilnehmer belohnt oder bestraft werden, man kann die Ereignisse des Tages bewerten und den nächsten Tag beeinflussen. Außerdem lässt sich der Vertreter des eigenen Landes über das Voting unterstützen.

Das Leben im luxuriösen Fan-Camp wird mit 6 Kameras beobachtet und kann weltweit auf budunited.com verfolgt werden. Um Besucher auf die Website zu ziehen, werden Banner auf Sport-Sites und auf FIFA.com platziert. Sie stellen das Konzept der bahnbrechenden Reality-Show vor: 32 der größten Fußball-Fans aus aller Welt unter einem Dach.



In den klassischen Medien wirbt seit dem 10. Juni ein 60s Spot für die Reality-Show. Außerdem versucht Anheuser-Busch InBev, ein breites Publikum über die TV-Übertragungen der Spiele zu erreichen. Dazu wechselt bei der elektronischen Bandenwerbung in den Stadien das klassische Budweiser-Logo mit Budunited.com.

Als Abrundung hat Anheuser-Busch InBev einen Tag vor dem Eröffnungsspiel einen neuen TV-Spot ins Rennen geschickt. Er stellt den Fans eine ebenso ungewöhnliche wie zuverlässige Möglichkeit vor, einen wichtigen Elfmeter zugunsten ihres Teams zu beeinflussen. Es geht um den entscheidenden Punkt und die Fans des Torschützen halten große Pappen über ihre Köpfe, die zusammen eine attraktive Hula-Tänzerin bilden. Die Voice-over kommentiert das als alten Ablenkungs-Trick, der den Torwart sichtlich irritiert. Doch jetzt greifen die gegnerischen Fans zu ihren Pappen und fahren schweres Geschütz auf. Sie bilden hinter dem Tor das Bild von einem Glas Bier und einer Flasche Budweiser. Dieser unwiderstehliche Anblick verfehlt nicht die gewünschte Wirkung. Der eben noch selbstsichere und entschlossene Torschütze blickt plötzlich wie hypnotisiert auf das Budweiser und schießt den Ball hoch in die Ränge.

Bei seinem neuen World Cup Spot hat sich Anheuser-Busch InBev bei einer eigenen Idee aus dem Jahr 2006 bedient. Damals haben die Zuschauer eines Stadions ebenfalls solche Pappen über ihre Köpfe gehalten und damit zunächst eine Flasche Budweiser und ein leeres Glas gebildet. Dann ist das Bier wie bei einer La Ola aus der Flasche durch die Kurve auf die gegenüber liegende Seite in das Glas geflossen. Einen Unterschied gibt es allerdings und der liegt in der Sportart: 2006 war es ein Football-Stadion.

geschrieben am 14.06.2010 um 20:13.


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