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Weniger Braugerste in Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz erwartet eine kleine Braugerstenernte. Sie dürfte voraussichtlich um 25 bis 30 Prozent unter dem Schnitt der Vorjahre liegen. Auf der Braugerstenrundfahrt Rheinland-Pfalz sahen die Teilnehmer kürzlich durchweg recht dünne Bestände. Die Anzahl der ährentragenden Halme liegt rund ein Drittel unter dem Niveau normaler Jahre und lässt für die Sommergerste nur Erträge um die 40 dt/ha erwarten.

Die Braugerstenfläche in Rheinland-Pfalz wird für dieses Jahr auf etwa 40.000 ha geschätzt und hätte damit gegenüber dem Vorjahr um knapp 5 Prozent abgenommen. Die Bestände weisen durchweg Zwiewuchs auf und lassen Befürchtungen hinsichtlich Sortierung und Eiweißgehalt aufkommen. Je nach Erntezeitpunkt gibt es aber noch gewisse Chancen, dass die zwiewüchsigen Bestände abreifen könnten. Das Sortenspektrum für diese Ernte wird noch von Marthe, Braemar und Quench dominiert. Im kommenden Jahr zeichnet sich im Südwesten allerdings ein Wechsel von Braemar zur Sorte Propino ab.

Die ersten geernteten Winterbraugerstenpartien auf den frühen Lagen brachten überwiegend gute Qualitäten. Die Eiweißwerte liegen zwischen 10 und 11 Prozent, bei Vollkornanteilen von mehr als 90 Prozent, wurde auf der Veranstaltung berichtet. Die Erträge enttäuschen dagegen. Bei durchschnittlichen Erwartungen von 45 dt/ha zeichnet sich auch bei Winterbraugerste ein Ertragsrückgang von 25 bis 30 Prozent ab. Das Sortenspektrum wird fast ausschließlich von Malwinta dominiert.

geschrieben von agrarzeitung.de am 02.07.2011 um 13:06.


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