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Welde: Kunstflaschen ohne Aufpreis im Bierkasten

Das Kulturprojekt WeldeKunstpreis läuft. Die Ausstellung in Plankstadt und Leimen sind vorbei; jetzt geht die Ausstellung auf die Reise nach Speyer und der Preisträger bereitet sich auf seine Werkschau in Mannheim vor. Das breite Publikum bekommt die Kunst aktuell im Getränkehandel und zwar ohne Aufpreis – auf diesen Aspekt des WeldeKunstpreises ist die Kulturbrauerei besonders stolz.

In jedem Kasten WeldeNo1 steckt derzeit eine KunstEditionsflasche aus der diesjährigen Serie (siehe Abbildung). Obwohl die Kunstflaschen einzeln und ungeöffnet bei Sammlern bereits einen Wert fünf und zehn Euro erreichen, kostet der WeldeKasten keinen Cent mehr.

Einmal im Jahr macht die Kulturbrauerei Welde 100.000 Flaschen, je 20.000 mit einem einmaligen Kunstetikett, zur Litfass-Säule für Kunst. So hat die Brauerei dafür gesorgt, dass in den vergangenen 17 Jahren – so lange gibt es den WeldeKunstpreis schon – allein durch die Bierflaschen 1,7 Millionen Menschen ein kleines Kunstwerk in der Hand gehabt haben. „Viele freuen sich, manche wundern sich, bei einigen entsteht ein Fragezeichen im Kopf. So ist das mit Kunst“, sagt WeldeChef Dr. Hans Spielmann dazu.

WeldeEditionsflaschen ermöglichen den alternativen Genuss – entweder Sammeln oder Trinken. Ganz nebenbei ist eine fette Rendite möglich, denn einzelne Editionsflaschen aus den frühen Jahren erzielen bei Ebay Preise zwischen 200 und 300 Euro – da ist eine bessere Performance als jede Aktie.

Die Kulturbrauerei hat sich inzwischen ganz davon verabschiedet, mit dem Kunstpreis Verkaufsförderung zu betreiben, wie WeldeChef Dr. Hans Spielmann betont. „Es gab schon Jahre, da haben wir wegen des Kunstpreis sogar weniger verkauft“, so Spielmann. Zu befremdlich, bisweilen provokativ seien die Motive auf den Kunstflaschen gewesen.

geschrieben am 13.05.2011 um 23:46.


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