Aktuelles von Malz und Bier

Neuigkeiten

Stella Artois nun erstmals in Dosen erhältlich

Nach der Übernahme von Anheuser-Busch war es naheliegend, dass InBev dieses Engagement nutzt, um sein Flaggschiff Stella Artois auf dem US-Markt zu stärken. So wurde der Traditionsmarke die Ehre zuteil, als erstes Import-Bier während des Super Bowl beworben zu werden und sich über 100 Millionen Zuschauern bekannt zu machen. Der nächste Schritt wird wahren Bier-Kennern wie ein Sakrileg erscheinen: Seit Anfang April wird Stella Artois, zum ersten Mal in seiner langen Geschichte, in Dosen angeboten.

Damit soll den Freunden des weltweit meistverkauften belgischen Biers im Sommer die Gelegenheit gegeben werden, ihre gewohnte Marke auch unterwegs oder dort zu genießen, wo Glasflaschen verboten oder zu unpraktisch sind. Wenn Stella Artois breiter aufgestellt und für neue Zielgruppen attraktiv werden soll, sind Dosen unverzichtbar. Auch wenn für viele Puristen ein anspruchsvoller Geschmack nicht mit Aluminiumdosen vereinbar ist.

Aber, mag man sich bei Anheuser-Busch InBev gedacht haben, wenn schon Dosen, dann wenigstens mit Stil. Das unverwechselbare Merkmal von Stella Artois ist seit jeher das geschwungene Glas, das in allen Kampagnen eine wichtige Rolle gespielt hat und ein entscheidendes Element der Marken-Identität ist. Weil es nicht einfach nur ein schnödes Bierglas ist, nennt Stella Artois es "Chalice" (Kelch). Und weil es so typisch für die Marke ist, werden seine eleganten Konturen auf die neue Dose gedruckt. So entstand eine schlanke 14,9 oz Dose, die dem HighEnd-Anspruch der Marke gerecht werden soll.

Verkauft wird die neue Packungs-Alternative in 4-Packs und in länglichen 10-Packs mit einer perforierten Öffnung auf der Vorderseite. Dadurch müssen die Dosen nicht einzeln in den heimischen Kühlschrank gestellt werden, man kann sie bequem durch die Öffnung aus dem Karton nehmen. Ganz neu ist die Idee allerdings nicht, Miller hat sie schon 2004 als "Fridge Pack" eingeführt. In Anlehnung an die belgische Abstammung hat InBev daraus "Pour le Fridge" gemacht.

Seit Anfang Mai wird die Angebotserweiterung mit einem TV-Spot beworben, der eine enge Verbindung zwischen dem gewohnten Glas und der zunächst noch ungewohnten Dose herstellt. Dazu werden im Split-Screen verschiedene Ausschnitte beider Behältnisse nebeneinander gestellt, damit der geneigte Zuschauer die Übereinstimmung der Linienführung erkennt. Dazu schwärmt die Voice-over, das Glas zelebriere das Bier und jetzt huldige die Dose dem Glas.

geschrieben am 08.05.2011 um 19:09.


[zur Übersicht]