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Sommergerste mit ersten Trockenschäden

Die überwiegend trockene und warme Witterung in ganz Deutschland seit Anfang April hat zu ersten Trockenschäden bei Sommerbraugerste geführt. Die Witterung ließ die Böden schnell austrocknen und das Wachstum der frisch aufgelaufenen Pflanzen stocken, berichtet die Braugerstengemeinschaft e.V., München.

Trotz der flächendeckenden Niederschläge Mitte Mai sei die Niederschlagsbilanz noch stark defizitär. Die Pflanzen befänden sich derzeit in der Phase der Bestockung oder würden mit dem Schossen beginnen. Eine Reduktion bereits angelegter Triebe wegen des Wasser- und Nährstoffmangels sei teilweise zu beobachten. Aufgrund der warmen und vor allem trockenen Witterung wurden die einzelnen Entwicklungsstadien des Pflanzenaufwuchses sehr rasch durchlaufen.

Blattkrankheiten seien wegen des sehr geringen Krankheitsdrucks nur örtlich festzustellen. Entgegen ersten Schätzungen, die aufgrund von Saatgutverkäufen und Einzelaussagen aus dem Markt aufgestellt wurden, habe sich die Anbaufläche für Sommergerste in Deutschland nicht weiter verringert. Sie sei sogar um etwa zwölf Prozent gestiegen, so die Braugerstengemeinschaft. Dieser Flächenzuwachs von nahezu 45.000 ha beinhalte jedoch Sommergerstenflächen, die aufgrund von Auswinterungsschäden bei Raps außerplanmäßig bestellt wurden. Erfahrungsgemäß würden diese Bestände oft nicht als Qualitätsbraugerste geführt.

geschrieben von agrarzeitung.de am 17.05.2011 um 18:23.


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