Marktberichte
2. Saatenstandsbericht Sommergerste 2009 vom 4. Mai 2009
Rückgang der Braugersten-Anbauflächen bundesweit um 14,5% auf 456.000 Hektar | Bisher meist positive Aussaat- und Wachstumsverlauf | Teilweise viel zu trocken.
Der Wetterumschwung Ende März/Anfang April ermöglichte eine rasche und vollständige Aussaat innerhalb weniger Wochen in gute bis optimale Bodenverhältnisse bis Mitte April. Der Abfrage der Braugersten-Gemeinschaft e.V. in den Landesförderverbänden zufolge hatten die Böden aufgrund des langen, strengen Winters eine sehr gute Frostgare und ausreichend Bodenfeuchte für ein gutes Auflaufen der Bestände. In weiten Teilen Deutschlands fielen nach dem gleichmäßigen Auflaufen auch wieder erste Niederschläge, die zusammen mit den warmen frühsommerlichen Temperaturen im April den Vegetations-rückstand weitgehend aufholten. In Mecklenburg-Vorpommern blieben die Niederschläge jedoch nach der Aussaat und dem Auflaufen aus und es sind bereits nachhaltige Schäden an den jungen Pflanzen erkennbar. Deutliche Niederschlagsdefizite, die jedoch noch keine Schädigung der Pflanzen verursachen wurden auch in Baden-Württemberg beobachtet.
Der derzeitige Pflanzenstand ist mit gut bis sehr gut zu bezeichnen. Früh gesäte Bestände befinden sich bereits am Ende der Bestockung. Später gesäte Bestände sind im Dreiblatt-stadium bzw. beginnen die Bestockungsphase.
Der starke Rückgang der Gesamtanbaufläche für Sommergerste in Deutschland bestätigt sich in der 2. Abfrage der Braugersten-Gemeinschaft e.V. Mit ca. 456.00 ha Anbaufläche verringert sich so die Gesamtanbaufläche gegenüber dem Vorjahr um ca. 14,5 %. Die wichtigsten Braugerstensorten werden von den Landesförderverbänden mit Marthe, Quench und Braemar angegeben. Die vom Berliner Programm empfohlene Sorte Streif ist in einigen Bundesländern im Probeanbau.
Informationen aus den einzelnen Bundesländern finden Sie hier.
geschrieben von Braugersten-Gemeinschaft e.V. am 05.05.2009 um 08:36.
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