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Qualität der frühen Gerste in Sachsen lässt hoffen

Nach drei Tagen intensivem Drusch pausiert die Gerstenernte in Sachsen. Die Qualitäten sind überraschend gut, die Erträge entsprechen den niedrigen Erwartungen. Von Montag bis in den frühen Mittwochabend ist in den Frühdruschgebieten Sachsens kräftig Gerste vom Halm gekommen. Grobe Schätzungen gehen davon aus, dass rund 30 Prozent der Gerste westlich der Elbe geerntet sind.

Die Erträge schwanken um die 50 bis 60 dt/ha. Je nach Bodengüte fahren die Landwirte mit den frühen Gerstenschlägen zwischen 10 bis 30 Prozent weniger Ertrag ein als in Normaljahren. Die Qualität der frühen Gerste ist allerdings überraschend. Das Gros der Partien weist Hektolitergewichte von 75 bis 76 kg auf und hat nur einen Schmachtkornanteil von 15 Prozent. Es gibt aber auch Bestände, die nur 50 bis 58 hl/kg erreichen und 40 bis 50 Prozent Schmachtkörner zeigen. Wie zu erwarten sind die Partien mit rund 11 bis 12 Prozent Feuchte im Durchschnitt eher zu trocken als zu nass.

Die Vermarktung der Gerste in Sachsen ist in vollem Gange, zumal die Landwirte ihre Läger für die Weizenernte freihalten. Gezahlt werden derzeit rund 160 bis 175 €/t. Mit dem seit heute vermehrt einsetzenden Regen und den trüben Aussichten für das Wochenende rechnen Landwirte und Händler frühestens Anfang kommender Woche mit dem Wiedereinstieg in die Gerstenernte.

geschrieben von agrarzeitung.de am 01.07.2011 um 05:56.


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