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Bier besser für die Linie als Wein?

Bier hat zu Unrecht den Ruf, dick zu machen. Schuld sind vielmehr der Lebensstil der Biertrinker und die fetten Snacks, die oft abends dazu gegessen werden. Diese These ist der zentrale Punkt einer Kampagne, mit welcher die British Beer and Pub Association (BBPA) Frauen überzeugen möchte, von Wein auf Bier umzusteigen.

Die BBPA hat festgestellt, das in den Pubs nur 14 % der Frauen Bier trinken, im Vergleich zu 36 % Weintrinkerinnen. Eine der Ursachen sei die (unberechtigte) Angst vor den Kalorien. Ein Glas Bier enthält nicht nur weniger Kalorien als ein entsprechendes Glas Wein, sondern auch weniger als Milch oder Obstsaft. Starke Getränke enthalten sechsmal mehr Kalorien als Bier. Dennoch spricht niemand von einem Weinbauch oder einem Wodkamagen.

“So etwas wie einen Bierbauch gibt es nicht”, sagt George Philliskirk von der Beer Academy, “aber Bier stimuliert den Appetit, wodurch mehr zu Snacks und Chips gegriffen wird.”

Aus einer Studie mit mehr als 2 300 Trinkern in Tschechien unter der Leitung von Martin Bobak geht hervor, dass ihr Bauchumfang nicht größer als bei Nichttrinkern sei.

Skeptiker werden anmerken, dass Bier wohl weniger Kalorien als Wein enthält, aber dass der Wein in kleineren Mengen serviert wird.

Aber die Erfahrung zeigt, dass sich der Unterschied zwischen der Portion Bier und der Portion Wein verringert. Die Weinportionen haben sich allmählich von 125 ml auf 175 ml vergrößert, und in vielen Bars werden sogar bis zu 250 ml serviert, ein Drittel einer Flasche.

Unterdessen wird bestritten, ob Alkohol, in welcher Form auch immer, zum dicker werden beiträgt. Laut Martin Bobak gibt es kein einziges konkretes Anzeichen, dass der menschliche Körper dazu imstande ist, Alkohol umzuwandeln.

Quelle: BBC News, 8. März 2005

geschrieben von BBC News am 23.03.2006 um 14:47.


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