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Moskau nennt Bedingungen für Exportfreigabe

Die Regierung in Moskau ist ab einer Getreideernte 2011 von 85 Mio. t bereit, das Exportverbot für Getreide aufzuheben. Zur aktuellen Ertragserwartung gibt es jedoch pessimistische Prognosen. Mindestens 85 Mio. t Getreide hält Russlands Agrarministerin Elena Skrynnik für erforderlich, um den einheimischen Getreidebedarf zu decken, berichtet die Nachrichtenagentur AKP-Inform. Erst wenn eine solche Menge als sicher gilt, sei die Regierung in Moskau bereit, das seit 15. August 2010 geltende Exportverbot für Getreide aufzuheben, hieß es Ende voriger Woche.

Am Wochenende haben Marktbeobachter Zweifel an einer hohen russischen Getreideernte geäußert. Die Moscow Times berichtet, dass in wichtigen Wintergetreideanbaugebieten eine geschlossene Schneedecke fehlt. Dort waren in den vergangenen Tagen kräftige Fröste aufgetreten. Wintergetreide konnte nach dem heißen Sommer 2010 auf den zum Teil ausgedörrten Böden ohnehin nicht im üblichen Umfang gesät werden. Damit wachsen die Erwartungen an Sommergetreide. Für die bevorstehende Aussaat sei es jedoch teilweise zu trocken, lauten weitere Befürchtungen. Außerdem gibt es nach dem Bericht in der Moscow Times Engpässe bei der Bereitstellung von Dieselkraftstoff für die anstehenden Frühjahrsarbeiten. Schließlich fehlt Saatgut nach der kleinen Ernte 2010.

Die russische Getreideernte 2010 hat nach offiziellen Angaben aus Moskau 63 Mio. t erreicht. Der Internationale Getreiderat IGC geht sogar nur von 59 Mio. t aus. Gegenüber der hohen Vorjahresernte 2009 beträgt der Rückgang 33 bis 37 Prozent.

geschrieben von agrarzeitung.de am 28.02.2011 um 21:06.


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