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Kiew will Getreidehandel kontrollieren

Internationale Getreidehändler fürchten, dass ihnen die Grundlage für ihre Aktivitäten in der Ukraine entzogen werden. Die Regierung in Kiew plant mit einem Gesetz, alle ukrainischen Getreideexporte unter staatliche Aufsicht zu stellen. Der Gesetzesentwurf ist in dieser Woche vom Agrarausschuss des Parlamentes gebilligt worden. Damit hat das Gesetz nach Einschätzung politischer Beobachter gute Chancen, eine parlamentarische Mehrheit zu finden. Es sieht vor, dass ausschließlich Handelsunternehmen den Getreideexport durchführen dürfen, an denen der Staat mindestens 25 Prozent der Anteile hält. Privaten Händlern soll der Export nur noch erlaubt sein, wenn sie Landwirten mindestens 50 Prozent der Ernte vorfinanzieren.

Internationalen Händlern wie Toepfer International, Cargill oder Soufflet könnte die Geschäftsgrundlage entzogen werden, fürchten Marktbeobachter. Die Unternehmen hätten in den vergangenen Jahren große Summen in den Ausbau der Exportinfrastruktur investiert. „Jetzt haben sie anscheinend ihre Schuldigkeit getan und sollen aus dem Markt gedrängt werden", formuliert es ein Beobachter.

Organisationen wie die Weltbank, der Internationale Währungsfonds IMF und die Europäische Aufbaubank EBRD sowie Auslandshandelskammern in der Ukraine sind alarmiert. Sie haben in Schreiben an die Regierung auf die Konsequenzen des Gesetzes hingewiesen.

geschrieben von agrarzeitung.de am 07.03.2011 um 05:53.


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