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Kasachstan erntet im Überfluss

Die Landwirte in Kasachstan haben in diesem Jahr Schwierigkeiten die riesige Ernte zu bergen. Im Export trifft das Getreide auf lebhafte Konkurrenz. Kasachstan erwartet die größte Getreideernte seit 20 Jahren. Eine konkrete Zahl existiert noch nicht, weil die Ernte erst zu etwa drei Viertel abgeschlossen ist. Nach den Statistiken des Landes hatte die Erzeugung 2009 mit etwa 21 Mio. t den bisherigen Rekord gesetzt. Das meiste davon war Weizen. Von dieser Menge waren 2009/10 etwa 8 Mio. t exportiert worden. In der aktuellen Saison rechnet das Agrarministerium in Astana mit Exporten von etwa 10 Mio. t.

Solche Mengen stellen Kasachstan jedoch vor logistische Herausforderungen. Es mangelt an Mähdreschern, berichten Mitarbeiter des Deutschen Agrarzentrums, das in diesem Jahr in der sibirischen Tiefebene gegründet worden ist. Die Probleme setzen sich fort, weil Lagerraum fehlt und auch die Transportkapazitäten zu den Häfen unzureichend sind. Abgesehen von kleineren Terminals am Kaspischen Meer ist Kasachstan auf Exporte über Häfen in Russland und der Ukraine angewiesen. Die Transporte zum Schwarzen Meer erstrecken sich über Tausende von Kilometern. An den dortigen Exportterminals ist jedoch die Konkurrenz in diesem Jahr besonders groß. Vor allem Russland exportiert seit der Ernte umfangreich Getreide über das Schwarze Meer.

geschrieben von agrarzeitung.de am 22.09.2011 um 21:41.


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