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Karlsberg-Brauerei und Stadtwerke Homburg setzen auf die Kraft der Sonne
Auf dem Dach des Karlsberg Logistik Zentrums in der Karlsbergstraße wird bis Ende Juni 2010 eine Photovoltaik-Großanlage mit einer Gesamtleistung von 270 Kilowatt (kWp) installiert. Die Investition in den Ausbau der regenerativen Energieerzeugung ist durch eine Partnerschaft mit den Stadtwerken Homburg möglich, die diese Anlage betreiben werden. Mit der Kooperation setzt die Karlsberg Brauerei ihr Engagement für eine nachhaltige Produktion fort. Die Karlsberg Brauerei und die Stadtwerke Homburg stellten das Projekt heute bei einem Pressetermin der Öffentlichkeit vor.
Das erklärte Ziel der Karlsberg Brauerei lautet: Zunehmend auf eine nachhaltige Energieversorgung zu setzen. Die PV-Anlagen auf dem Logistik Zentrum der Brauerei sind hierzu ein weiterer Baustein. Die Dächer der Gebäude sind dafür ideal geeignet: Nach Süden ausgerichtet, bieten sie genügend Nutzfläche, die Sonnenstrahlen einfängt. Die Anlage wird rund 230.000 Kilowattstunden Strom im Jahr produzieren. Rein rechnerisch können mit der erzeugten Strommenge 70 Haushalte komplett regenerativ versorgt werden.
Bewährte Partnerschaften für gemeinsamen Erfolg
Karlsberg und die Stadtwerke gehen bereits beim Thema Kraft-Wärme-Kopplung gemeinsame Wege. So speist die Brauerei Überschusswärme von 10.000 MWh in das öffentliche Leitungssystem der Stadt Homburg ein. Karlsberg deckt damit den Wärmebedarf von rund 300 Einfamilienhäusern. Seit einigen Jahren verfügt die saarländische Traditionsbrauerei darüber hinaus über eine eigene biologische Aufbereitung der Abwässer und ist somit eine „abwasserfreie“ Brauerei. Dr. Richard Weber betont, dass sich eine umweltschonende und energiesparende Produktion gleich mehrfach für ein Unternehmen rechne. So werden sowohl Kosten als auch Ressourcen eingespart. Ebenso würden die Kunden verstärkt auf den „ökologischen Fußabdruck“ eines Unternehmens achten: „Wir nutzen nur natürliche Rohstoffe für unsere Produkte – deshalb engagieren wir uns auch bei den Betriebsabläufen für den schonenden Umgang mit der Natur“, so der Firmenchef.
Energie-Spender auf dem Dach
Die Stadtwerke Homburg wollen verstärkt durch eigene Photovoltaik-Anlagen die Nutzung der Sonnenenergie in Homburg voranbringen. „Aktuell sind rund 8 Megawatt an Leistung durch über 200 Solaranlagen in Homburg installiert – wir sind damit im Saarland im Pro-Kopf-Vergleich führend. Immer mehr Unternehmen und private Haushalte haben in den letzten Jahren eigene Anlagen errichtet. Wir unterstützen unsere Kunden mit unserer Beratung und werden unser Engagement im Bereich der Erneuerbaren Energien konsequent ausbauen. Das jetzige Projekt ist Bestandteil dieses Engagements und zugleich Ausdruck unserer guten und langjährigen Partnerschaft im Rahmen der Energie- und Wasserlieferung. “, so Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Ast.
Erneuerbare Energie
Die Stadtwerke weisen daraufhin, dass durch die Einspeisung des Windparks Martinshöhe in das Homburger Netz sowie durch die Einspeisung des eigenen Heizkraftwerkes genügend Strom zur Verfügung stünde, um die Haushalte in Homburg mit elektrischer Energie zu versorgen. Noch lässt sich der Strom aus Wind- und Sonnenenergie nicht speichern. In Zukunft können aber sogenannte intelligente Netze mehrere Quellen, wie Sonne, Wind und Biomasse, zu einem virtuellen Kraftwerk zusammenschließen und mit Hilfe moderner Daten und Fernwirktechnik koordinieren. Die Stadtwerke prüfen bereits diese Möglichkeiten. Noch sind aber konventionelle Kraftwerke notwendig, die durch Erneuerbaren Energien ergänzt werden. Die Stadtwerke werden ihre eigene Stromerzeugung in diesem Jahr zusätzlich durch zwei eigene neue Brennstoffzellen und mehrere Blockheizkraftwerke weiter ausbauen. Ebenso finden Verhandlungen zur Kooperation mit Industriebetrieben zu innovativen Projekten statt. „Die Zukunft der Energieversorgung ist dezentral und somit kommunal“ lautet das Fazit von Wolfgang Ast.
Link: http://www.pregas.de/index.php?option=com_content&task=view&id=3703&Itemid=129
geschrieben am 10.06.2010 um 05:57.
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