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Im Westen Gerste mit hohen Naturalgewichten

Die Wintergerstenernte im Rheinland bietet ein positives Bild und bringt auf den schweren Böden zum Teil sehr hohe Hektolitergewichte von bis zu 70 kg/hl und mehr in der Spitze. Die Qualitäten sind allerdings durchwachsen, denn auf den leichten Standorten fallen die Naturalgewichte teilweise bis auf 60 kg/hl ab. Die bisher erfassten Partien deuten im Westen auf eine qualitativ gute Wintergerstenernte hin. Im Schnitt dürften sich die Qualitäten deutlich über 65 kg/hl bewegen. Vor allem die Gerstenfarbe überrascht. Sie ist sehr hell und fast weiß. Die Erträge werden differenziert bewertet. In der Köln-Aachener Bucht liegen die Erträge zwischen 80 und 100 dt/ha, auf den leichten Standorten erreichen sie aber nur 60 dt/ha. In der Summe zeichnen sich etwas niedrigere Erträge als im Vorjahr ab.

Auf den frühen Standorten im Rheinland könnte die Gerstenernte Ende der Woche bereits abgeschlossen werden. Im westlichen Münsterland, einer typischen Frühdruschregion, verzögert sich die Gerstenernte trotz der heißen Witterung allerdings um etwa zehn Tagen über dem Vorjahr.

Der Erfassungshandel im Rheinland nennt keine pauschalen Erzeugerpreise sondern rechnet die Gerste zu Tagespreisen ab. Zu Beginn der Woche lagen die Gerstenpreise an Landwirtschaft ex Ernte frei Erfassungslager zwischen 105 und 109 €/t.

geschrieben von agrarzeitung.de am 06.07.2010 um 18:53.


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