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Holländerinnen wegen Schleichwerbung für Bavaria bei der Fußball-WM festgenommen
Weil zwei niederländische Meisjes bei der Fußball-WM in Süd-Afrika oranje Miniröcke mit dem Aufnäher der niederländischen Brauerei Bavaria trugen und damit im Stadion unterwegs waren, wurden sie verhaftet. Die Fifa fürchtet Schleichwerbung. Bavaria unternimmt alles, um die Biederländerinnen zu unterstützen.
Eine angebliche Übertretung der Werberichtlinien der Fifa wird bei der Fußball-WM in Südafrika zum "großen Skandal" aufgebauscht. Eine Gruppe junger Niederländerinnen bestimmt seit zwei Tagen die Schlagzeilen südafrikanischer Zeitungen. Der Weltverband wirft den Blondinen vor, mit einem kleinen Aufnäher auf ihren Miniröcken mit dem Schriftzug "BAVARIA" gegen Werberichtlinien verstossen zu haben, denn das Bier aus den Niederlanden ist kein Fifa-Sponsor.
Der Aufnäher ist wenige Quadratzentimeter groß, wie auf einem in der Zeitung "The Star" veröffentlichten Foto zu sehen war. Der Fifa war selbst das zuviel. Sie vermutete Schleichwerbung und erstattete Anzeige gegen die Brauerei. Zwei Frauen wurden trotz zunächst gegenteiliger Mitteilung der Fifa festgenommen und müssen sich wegen Verstoßes gegen die Marketing-Regeln vor dem Untersuchungsrichter verantworten, bestätigte die südafrikanische Polizei.
Die beiden jungen Damen waren am Mittwoch im Johannesburger Stadtteil Roodepoort festgenommen worden und stehen im Verdacht, die Schleichwerbung organisiert zu haben. Die Aktion mit den orangen Miniröcken scheint geplant gewesen zu sein. Die insgesamt 36 attraktiven Frauen waren von der Bierfirma gezielt zum Spiel gegen Dänemark ins Soccer City Stadium geschickt worden - mit dem Ziel, möglichst viel Aufmerksamkeit zu erregen.
So absurd die Geschichte klingt, so ernst ist für die Fifa der Hintergrund. Rigoros schützt der Weltverband seine Sponsoren, die sich die Exklusivität in und um die Stadien Millionen kosten lassen. Die Brauerei Bavaria hatte die Fan-Utensilien im Vorfeld der WM mit seinem Bier verkauft - nun werden sie vermutlich durch den "Skandal" zu Kultobjekten werden.
Die niederländische Regierung reagierte empört auf die Festnahmen. Bavaria unternimmt alles, um die festgenommenen Meisjes wieder auf freien Fuss zu bekommen.
geschrieben am 18.06.2010 um 11:11.
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