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Heterogene Getreideernte in Baden

In Baden wurden bisher etwa 80 Prozent der Ernte eingebracht. In einigen Regionen sind hohe Ertragseinbußen zu verzeichnen. Über das gesamte Arbeitsgebiet der ZG Raiffeisen eG, Karlsruhe, werden die Erträge nach Angaben des Unternehmens 12 bis 15 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. Im Süden fallen die Erträge zwar nur fünf bis zehn Prozent schwächer aus, im Norden Badens dagegen liegt der Ertragsrückgang bei 30 bis 40 Prozent. Die Wintergerste zählt dabei zu den Kulturen, die von der Frühjahrstrockenheit stark geschädigt wurden.

Die Erträge schwanken zwischen zwei und neun Tonnen. Bei durchschnittlichen Erträgen und sehr guten Hektolitergewichten im Süden sind im Raum Karlsruhe/Mannheim bis nach Wertheim Ertragseinbußen von bis zu 50 Prozent zu verzeichnen.

Auch Raps war von der Trockenheit stark beeinträchtigt. In Einzelfällen wurden Flächen umgebrochen. Ein Minus von 30 Prozent bei den Erträgen im Vergleich zum Vorjahr bei Ölgehalten von durchschnittlich 41 Prozent ist wahrscheinlich. Die Braugerstenernte in Baden ist durch hohe Eiweißwerte gekennzeichnet. Viele Partien werden nach Einschätzung der ZG den Weg in den Futtertrog finden. Zwiewuchs hat die Trocknung und Aufbereitung der Ware erschwert.

Erster Weizen im Raum Mannheim wurde notreif in der letzten Juniwoche mit enttäuschenden drei bis fünf Tonnen pro Hektar geerntet. Im südlichen Rheintal dagegen haben Landwirte bis zu zehn Tonnen eingebracht. Die Proteine liegen bei durchschnittlich guten zwölf Prozent, die Hektolitergewichte bewegen sich bei knapp 80 Kilogramm, bei Qualitätsweizen auch darüber. Ein durchschnittlicher Ertrag von etwa sechs Tonnen bedeutet einen Rückgang von etwa 14 Prozent.

geschrieben von agrarzeitung.de am 11.08.2011 um 08:12.


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