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Gute Ernteerwartung für Braugerste

Eine erste Erhebung der Braugersten-Gemeinschaft e.V. in den Landesförderverbänden hat ergeben, dass trotz des dramatischen Flächenrückgangs auf 433.000 ha Sommergerstenanbaufläche (534.000 ha im Vorjahr) eine geschätzte Braugerstenerntemenge von ca. 1,5 Mio t erwartet wird.

Die Bestände präsentieren sich je nach Standort und Wasserverfügbarkeit allgemein sehr gut, so dass mit guten Rohproteingehalten und ordentlichen Vollgerstenanteilen gerechnet werden kann. In Kombination mit der hohen Ertragserwartung, die sich über dem langjährigen Durchschnitt bewegt und den guten Qualitätserwartungen wird trotz der geringeren Sommergerstenerntemenge mit einem hohen Braugerstenanteil gerechnet. Die vom Berliner Programm zur Verarbeitung empfohlene Sorte MARTHE dominiert in den meisten Bundesländern das Sortenspektrum. QUENCH, BRAEMAR, BELANA, PASADENA und ANNABELL teilen sich standortspezifisch die restliche Fläche. Durch die schnelle Entwicklung der Bestände war der Krankheitsdruck im Allgemeinen nicht sehr hoch. Auch die im Süden sonst sehr stark verbreiteten Nichtparasitären Blattverbräunungen konnten durch gezielten Fungizideinsatz und weniger Strahlungsintensität minimiert werden.
In den Frühdruschgebieten und auf leichten Standorten beginnt die Ernte in KW 30. Insgesamt konnte die verspätete Aussaat durch den Witterungsverlauf nahezu ausgeglichen werden. Es bleibt zu hoffen, dass während der Erntezeit die Wetterlage stabil bleibt und die hervorragenden Bestände auch trocken eingebracht werden können.

Link: Vorläufiger Erntebericht vom 16.07.2009

geschrieben von BRAUGERSTEN-GEMEINSCHAFT e.V. am 17.07.2009 um 12:39.


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