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Geringe Braugerstenernte in Deutschland

In Deutschland ist die Braugerstenernte in diesem Jahr sehr gering ausgefallen. Mit 844.000 t liegt sie deutlich unter dem Vorjahreswert von 1,5 Mio. t. Lediglich 52 Prozent der diesjährigen Sommergerstenernte von 1,6 Mio. t sind damit braufähig, berichtet die Braugerstengemeinschaft, München. In ihrem jetzt vorgelegten endgültigem Erntebericht 2010 nennt sie als Hauptursache für die niedrige Braugerstenernte einen unterdurchschnittlichen Vollgerstenanteil sowie einen erhöhten Eiweißgehalt von durchschnittlich 11,2 Prozent (Vorjahr: 10, 4 Prozent).

Als Grund für die unterdurchschnittlichen Qualitätswerte wird die Hitzeperiode während der Kornfüllungsphase von Mitte Juni bis Mitte Juli dieses Jahres genannt. Darüber hinaus konnten etwa 200.000 t Qualitätsbraugerste wegen der anhaltenden Regenfälle während der Erntezeit nicht rechtzeitig eingebracht werden. Partien mit Auswuchs und mangelhafter äußerer Qualität gelangten in den Futtertrog.

Die aus dem angespannten Getreidemarkt resultierenden festen Erzeugerpreise nähren die Hoffnung, dass trotz Anbaualternativen die rasante Talfahrt des Braugerstenanbaus in Deutschland abgebremst werden kann. Zur langfristigen Rohstoffsicherung wird laut Braugerstengemeinschaft jedoch die vorvertragsgebundene Sicherung von Winterbraugerstenmengen ein fester Bestandteil der Versorgungsstrategie werden müssen.

geschrieben von agrarzeitung.de am 19.10.2010 um 19:52.


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