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Frankreich erwartet wenig Sommergerste

In seiner ersten Ernteschätzung geht das französische Statistikamt Agreste von einem kräftigen Rückgang der Getreideerzeugung aus. Die Aussichten für Raps sind ebenfalls gedrückt. Agreste beziffert die voraussichtliche Ernte an Weichweizen 2011 auf knapp 32,0 Mio. t. Gegenüber der Vorjahresernte würde der Rückgang 10 Prozent und gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt 8 Prozent betragen.

Noch größer sind in Frankreich die Einbußen für Gerste. Für Wintergerste erwartet Agreste eine Ernte von unter 6,4 Mio. t und damit 16 Prozent weniger als 2010. Im Fünfjahresvergleich beträgt der Rückgang sogar 20 Prozent. An französischer Sommergerste rechnet das Statistikamt 2011 mit weniger als 2,1 Mio. t. Hier beträgt der Rückgang gegenüber dem Vorjahr 19 Prozent und gegenüber dem Fünfjahresmittel sogar 33 Prozent. Für Mais liegt noch keine Schätzung vor.

Die Rapsernte 2011 schätzt Agreste auf 4,5 Mio. t und damit um 6 Prozent geringer als im Vorjahr. Der gleiche Rückgang errechnet sich gegenüber dem Fünfjahresmittel. Bislang bestand noch die Hoffnung, dass 2011 bei einer ausgedehnten Anbaufläche wenigstens das Vorjahresniveau von 4,8 Mio. t Raps erreicht wird. Die Prognosen zur französischen Rapsernte variieren allerdings zurzeit erheblich, weil die Erträge schwer abschätzbar sind. Agreste rechnet 2011 mit knapp 30 dt/ha. Das französische Marktanalysebüro ODA hat Anfang der Woche einen Durchschnittsertrag von etwa 31 dt/ha geschätzt. Realisieren sich die höheren Erträge, könnte die französische Rapsernte auch 4,7 Mio. t erreichen.

geschrieben am 09.07.2011 um 12:10.


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