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Erntearbeiten in Ostdeutschland stocken
Nur schleppend neigt sich der Drusch von Wintergerste in Ostdeutschland dem Ende zu. Die ersten Rapspartien sind feucht, klein und von zweifelhafter Qualität. In Sachsen-Anhalt, Südbrandenburg, Nordsachsen sowie in der Mitte von Thüringen ist die Gerstenernte fast abgeschlossen. Regional stehen aber in allen ostdeutschen Ländern auch noch Gerstenschläge, die bisher zu uneinheitlich reif oder zu nass waren für die Ernte.
Grobe Schätzungen gehen davon aus, dass rund ein Viertel der Gerste im gesamten Osten noch gedroschen werden muss. Im Durchschnitt liegt der Gerstenertrag zwischen 40 und 45 dt/ha, dabei ist die Spanne je nach Region sehr groß. Die höchsten Erträge melden die späten Gebiete im Nordosten mit guten Böden wie die Uckermark, wo sogar 85 dt/ha Gerstenertrag erzielt werden. Östlich der Elbe können es allerdings auch nur 15 bis 30 dt/ha sein. In Thüringen hoffen die Landwirte noch auf Durchschnittserträge bei Wintergerste von 60 dt/ha. Die Qualitäten orientieren sich an den Erträgen. In guten Lagen werden Hektolitergewichte von 63 kg erreicht.
Die Rapsernte steckt im Osten noch in der Anfangsphase. In Mittelsachsen sind die Landwirte mit rund 30 Prozent der Fläche am weitesten. Die ersten Erträge sind sehr bescheiden. Rund 30 bis 40 dt/ha bringt der Raps bisher in Sachsen. Im Osten von Sachsen-Anhalt haben sich die bisherigen Erträge im Vergleich zu Normaljahren fast halbiert. In Thüringen hat es bisher nur Probedrusch gegeben. Insgesamt erwarten die Landwirte dort allerdings auch nur Erträge um die 30 dt/ha. Über Ölgehalte gibt es im Osten bisher wenige Informationen. Die Aussichten sind dafür jedoch eher pessimistisch.
Der Nordosten könnte dieses Jahr der Gewinner der Ernte sein. Dort liegen die Erntetermine noch im Plan. Der Winterweizen sieht vor allem auf den guten Standorten wie in der Uckermark sehr gut aus. Sobald eine Schönwetterperiode kommt, planen viele Landwirte dort den Drusch des Winterweizens dem von Raps vorzuziehen. (sta)
geschrieben von Agrarzeitung Online - sta am 14.07.2011 um 12:03.
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