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DBV: Ernterückgang bei Wintergerste bestätigt sich

Im Westen und Süden Deutschlands ist die Getreideernte weit fortgeschritten. Regen unterbricht in diesen Regionen bereits wieder die Arbeiten auf dem Feld. Im Osten und Nordosten herrschen auch zur Wochenmitte nasse Bodenverhältnisse vor, sodass die Flächen nicht befahrbar sind. Teilweise setzen Landwirte Raupenfahrwerke ein, um ernten zu können. Die Ernte der Wintergerste ist bis auf Restflächen abgeschlossen. Bundesweit ermittelte der Deutsche Bauernverband (DBV) in seinem 2. Erntebericht heute ein Minus beim Gerstenaufkommen von etwa 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis von 8,6 Mio. t.

Hinzu kommt ein Flächenrückgang gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent auf nunmehr rund 1,2 Mio. ha. Die Hektolitergewichte schwanken auf Grund eines teilweise hohen Schmachtkornanteils von weniger als 60 bis 70 kg. Die aktuellen Erzeugerpreise bewegen sich zwischen 170 bis 190 €/t.

Die Ernte der Sommergerste hat in diesen Tagen begonnen. Erste Druschergebnisse deuten auf teils deutliche Ertragseinbußen von bis zu 20 Prozent und erhöhte Eiweißgehalte von mehr als 11,5 Prozent hin. Auf Grund der lang anhaltenden Trockenheit rechnet der DBV auch bei Roggen mit geringen Erträgen. Auf leichten Standorten Brandenburgs könnten dies nach der DBV-Umfrage mehr als 50 Prozent sein.

Die Winterweizenernte ist in weiten Teilen Deutschlands angelaufen. Im Süden Deutschlands konnten bisher etwa 20 Prozent der Flächen gedroschen werden. In Sachsen und Sachsen-Anhalt ist die Ernte zu einem Drittel erfolgt. Im Schnitt können die Landwirte derzeit 180 bis 200 €/t für Weizen erzielen. Auffallend sind die hohen Feuchtegehalte von bis zu 18 Prozent der geernteten Getreidepartien. Zur Einlagerung ist eine Feuchte von 14,5 Prozent gefordert. Die Landwirte nehmen die hohen Trocknungskosten in Kauf, um wenigstens die Qualitäten für Brotgetreide zu erhalten.

geschrieben von agrarzeitung.de am 03.08.2011 um 17:08.


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