Wussten Sie schon
dass zu viel Wein das Gehirn schneller schrumpfen lässt als Bier
Übermäßgier Weinkonsum schädigt das menschliche Gehirn wesentlich mehr als Bier. Das ergab eine Studie von Wissenschaftlern mit Versuchspersonen. Dabei untersuchten die Forscher diejenige Gehirnregion der Probanden, die wichtig für die Gedächtnisleistung ist. Ergebnis: Bei Weintrinkern verkleinert sich das Gehirn schneller.
Dass ein übermäßiger Alkoholkonsum nicht gut für das Gehirn ist, überrascht niemanden. Doch jetzt haben Wissenschaftler der Universität Göttingen herausgefunden, dass für die grauen Zellen nicht jede Form von Alkohol gleich schädlich ist. Die verblüffende Erkenntnis: Wein schadet dem Hirn deutlich mehr als Bier.
Mithilfe eines Magnetresonanz-Tomografen hatten die Forscher bei Versuchspersonen die Größe des Hippocampus vermessen, also jenes Hirnareals, das unter anderem bei Gedächtnisleistungen eine wichtige Rolle spielt. Bei Weintrinkern ist diese Region des Gehirns durchschnittlich zehn Prozent kleiner als bei Biertrinkern.
Die in der Fachzeitschrift "Alcohol & Alcoholism" veröffentlichte Studie ist weltweit die erste, bei der ein Zusammenhang von Gehirnschrumpfung und der Art des konsumierten Alkohols hergestellt worden ist. Während der Hippocampus von Nichttrinkern im Mittel eine Größe von 3,85 Millilitern aufwies, fanden die Forscher bei Biertrinkern 3,4 Milliliter und bei Konsumenten vorwiegend hochprozentiger Spirituosen 2,9 Milliliter. Nur bei den Weintrinkern entpuppte sich der Hippocampus mit 2,8 Milliliter Volumen als noch kleiner. Die Göttinger Wissenschaftler vermuten, dass Bier Substanzen enthält, die den durch Alkohol verursachten Schädigungen entgegenwirken können. Jedenfalls stellten sie fest, dass das Blut der Biertrinker die geringste Konzentration der Aminosäure Homocystein aufweist. Diese Substanz erhöht - wie bereits andere Studien gezeigt haben - das Risiko für Herzerkrankungen, Schlaganfälle und Demenz.
Es könnte sein, so vermuten jetzt die Forscher, dass die im Bier enthaltene Folsäure sowie das Vitamin B zu einem Abbau des Homocysteins führen. Ein moderater Weingenuss galt bislang als eher gesundheitsfördernd. Doch er birgt, wie die jüngsten Erkenntnisse nahelegen, offenbar auch Risiken.
geschrieben am 20.03.2008 um 10:16.
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