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Braugerstenernte in Europa heterogen

Die Erwartungen an die diesjährige Braugerstenernte in Europa sind sehr uneinheitlich. Die Trockenheit im Frühjahr hat ihre Spuren hinterlassen. Betroffen von schwachen Erträgen und schwierigen Qualitäten sind vor allem Frankreich, Deutschland und England. In frühen Gebieten Frankreichs hat die Ernte Mitte Juli begonnen. Druschergebnisse zeigten sehr hohe Proteinwerte zwischen 12,0 bis 12,5 Prozent. Etwa 50 Prozent der Ernte sind mittlerweile eingefahren. Die Erträge liegen etwa 20 bis 25 Prozent unter normalen Jahren. Die hohen Eiweißwerte haben sich im Laufe der weiteren Erntearbeiten bestätigt.

In Deutschland wurden in den frühen Gebieten im Südwesten bisher lediglich 30 bis 45 dt/ha geerntet. Die Vollgerste lag zwar bei mehr als 90 Prozent. Die Eiweißwerte pendelten aber auch hier im Schnitt zwischen 11 und 12 Prozent. Probleme gibt es zudem mit Zwiewuchs. Bei dem derzeitigen Regen ist Auswuchs in reifen Beständen nicht ausgeschlossen. Aus England wird lediglich aus dem Süden von durchschnittlichen Beständen berichtet. In den anderen Anbaugebieten sind die Aussichten auf eine gute Ernte eher mager.

Gut sehen dagegen die Bestände in Skandinavien aus. Sowohl in Dänemark als auch in einigen Regionen Schwedens sowie in Finnland berichten Marktteilnehmer von entsprechenden Ernteaussichten. Diese Anbaugebiete werden in diesem Jahr die Verluste in den benachteiligten Regionen ausgleichen müssen. Im Großen und Ganzen rechnen Fachleute aus heutiger Sicht lediglich mit einer ausgeglichenen Bilanz an Braugerste in Europa.

geschrieben von agrarzeitung.de am 27.07.2011 um 17:04.


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