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Braugerste wird deutlich teurer

Die Braugerstenernte in der EU-27 reicht für den Bedarf der Mälzereien in diesem Jahr nicht aus. Die Preise werden im Laufe der kommenden Monate deutlich steigen. Dieses Fazit zog Michael Fleischer, geschäftsführender Gesellschafter der Grainexx Getreidehandels GmbH, Hamburg, heute in Berlin. Während des internationalen Braugerstenseminars der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin (VLB) schätzte der Marktexperte den Überhang an Winter- und Sommerbraugerste auf jeweils lediglich 100.000 t. Einer Nachfrage von etwa 10,2 Mio. t stehe aus der Ernte 2011 eine Menge von etwa 10,4 Mio. t gegenüber.

Ursache seien die schwierigen Witterungsbedingungen im Frühjahr und zur Ernte. Sie hätten regional zu deutlich weniger Ertrag und unzureichenden Qualitäten speziell beim Proteingehalt geführt. Drittlandsexporte in Höhe von etwa 400.000 t, die normalerweise aus der EU kommen, müssten in diesem Jahr andere Herkünfte finden. Partien alter argentinischer Ernte seien bereits auch in die Niederlande und nach Belgien gehandelt worden. Für weitere Geschäfte sei allerdings der Importzoll ab Januar 2012 begrenzender Faktor. Derzeit geben laut Fleischer die Preise für Braugerste in der EU unter anderem auf Grund eines "lustlosen Marktes" deutlich nach. Die Brauer seien nicht am Markt. Größere Abwicklungsprobleme wegen fehlender Qualitäten werden seiner Meinung nach zu einer "deutlichen Gegenkorrektur" der Kurse führen.

geschrieben von agrarzeitung.de am 12.10.2011 um 07:01.


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