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Braugerste könnte 2011 knapp werden

Der Bierkonsum wächst zwischen 1 und 3 Prozent, speziell in Asien, Lateinamerika und Afrika. Auch in China wird mehr Bier als in den vergangenen Jahren getrunken, erklärt Dr. Alexander Rosenberger von der Baywa AG, München. Europäische Mälzer kommen aus diesem Grund an Malzexporten nicht vorbei. Die Versorgung mit Braugerste weltweit könnte ab Frühjahr kritisch werden. So haben Südosteuropa, Russland und China einen hohen Importbedarf. England sei bereits ausverkauft, Frankreich gut verkauft. In der EU-27 und in Deutschland könnte Braugerste knapp werden. Im Wirtschaftsjahr 2010/11 erwartet Rosenberger in der EU ein Defizit von 300.000 t, das sich durch den Export in Drittländer noch erhöhen könnte. In Deutschland fehlen aus der Ernte 2010 rund 1 Mio. t Braugerste.

Von einem Flächenzuwachs in der EU in 2011 geht Rosenberger nicht aus. Die Landwirte hätten interessante Alternativen. „ Für die Saison 2011/12 wird eine große und gute Braugerstenernte benötigt, sonst drohen Versorgungsengpässe“, so seine Einschätzung. Der Erzeugerpreis für deutsche Braugerste der Ernte 2011 liegt im Moment bei 200,00 €/t frei Erfassungslager. Bei steigenden Rohstoffpreisen hält es Rosenberger für möglich, dass in Ländern ohne Reinheitsgebot der Einsatz von Rohfrüchten in Kombination mit Industrieenzymen zunehmend an Bedeutung gewinnen könnte.

geschrieben von agrarzeitung.de am 18.12.2010 um 01:27.


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