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Braugerste in Unterfranken enttäuscht

In Unterfranken zeichnen sich für Braugerste schwache Erträge und Qualitäten ab. Außerdem verzögert sich die Ernte, weil häufig Zwiewuchs auftritt. Unterfranken ist in Bayern mit 20.000 ha das wichtigste Anbaugebiet für Braugerste.

Dort tragen die Bestände durchschnittlich nur 370 Ähren pro Quadratmeter. Im vergangenen Jahr waren es doppelt so viele. Auf diese wenigen Ähren, die zudem oft zu kurz sind, führt Dr. Herbert Siedler vom Amt für Landwirtschaft in Würzburg die geringe Ertragserwartung zurück. Zur heutigen unterfränkischen Braugerstenrundfahrt berichtete Siedler zudem von Zwiewuchs.

Schließlich sei es im Vegetationsverlauf zu einer verstärkten N-Mineralisierung gekommen, sodass Siedler überhöhte Proteinwerte erwartet. Als Durchschnittsertrag rechnet er in Unterfranken mit allenfalls etwa 30 dt/ha. Das mehrjährige Mittel beträgt 44 dt/ha. Insgesamt ergibt sich 2011 aus heutiger Sicht in Unterfranken eine Ernte von voraussichtlich 60.000 t Sommergerste. Nur gut 10.000 t davon werden nach Siedlers Einschätzung weniger als 11,5 Prozent Eiweiß aufweisen. Er fürchtet sogar, dass die Hälfte der Ernte mehr als 12,5 Prozent erreicht.

geschrieben von Agrarzeitung Online - HH am 12.07.2011 um 12:01.


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