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Brauer fordern mehrjährige Verträge
Die Versorgungssituation mit heimischer Qualitätsbraugerste ist angespannt. Vorverträge mit längeren Laufzeiten könnten Abhilfe schaffen. Hinsichtlich der Versorgung mit Qualitätsbraugerste aus deutschem Anbau macht sich der Präsident des Bayerischen Brauerbundes, Michael Weiß, Sorgen. Im laufenden Brauwirtschaftsjahr sieht Weiß zwar noch keine ernsthaften Engpässe. "Aber bereits heute ist absehbar, dass zur Ernte 2011 die Läger leer sein werden, sodass die neue Ernte auf eine große Nachfrage treffen wird," sagte er anlässlich der Jahrespressekonferenz seines Verbandes am heutigen Donnerstag in München.
Er forderte die Marktbeteiligten zu einem Umdenken bei der Rohstoffbeschaffung auf, um längerfristige Perspektiven zu bieten. Eine Absage erteilte Weiß dem "spekulativen Gehabe", das entweder die Landwirte abhält, Braugerste anzubauen, oder für die Brauer kaum verkraftbare Spitzenpreise bedeutet. Weiß forderte vielmehr eine Rückbesinnung auf verlässliche Vorverträge mit längeren Laufzeiten. Mehrjährige Anbau- und Lieferverträge seien dann sinnvoll, "wenn sie gleichzeitig die Spitzen der Preisausschläge glätten und eine anhaltende Flächennachfrage im Markt verursachen."
Die bayerische Brauwirtschaft verzeichnete 2010 ein Ausstoßminus von mehr als 2 Prozent oder 480.000 hl Bier. Der Gesamtausstoß dürfte den verläufigen Zahlen des Bayerischen Brauerbundes zufolge im vergangenen Jahr bei etwa 22,8 Mio. hl gelegen haben. (HH)
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geschrieben von Agrarzeitung Online (HH) am 04.02.2011 um 11:27.
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