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Anbau von Braugerste weiter stark rückläufig
Nach dem lang andauernden Winter trockneten vor allem leichte Böden schnell ab und sind nun befahrbar. Deutschlandweit wurden bisher etwa 25 Prozent der zu erwartenden Sommergerste gesät. Der harte und lang andauernde Winter 2009/2010 gab in weiten Teilen Deutschlands erst Mitte März die Felder von einer geschlossenen Schneedecke frei. Das Schmelzwasser wurde teils sehr gut aufgenommen, so dass besonders leichtere Böden schnell abtrockneten und befahrbar wurden. Wie die Braugersten-Gemeinschaft e.V. mitteilt, ist die Auswaschung des Bodens gering, die Nährstoffversorgung wird als gut eingestuft.
Trotz der oft sehr tiefen Temperaturen während des Winters waren die Winterungen unter Schnee sehr gut geschützt und es sind keine nennenswerten Auswinterungsschäden zu beklagen. Teilweise trat unter der Schneedecke jedoch Schneeschimmel auf. Schäden durch Gelbverzwergungsviren auf Wintergerstenbeständen sind noch nicht absehbar. Bereits abgetrocknete Böden konnten bei sehr guten Bodenverhältnissen bestellt werden. Bei schon im Februar abgetauten Schneedecken war teilweise auch Frostsaat möglich.
Rückgang der Gerstenfläche um 15 bis 20 Prozent
Bis heute sind deutschlandweit zirka 25 Prozent der zu erwartenden Sommergerstenanbaufläche ausgesät. Das anhaltend freundliche Frühjahrswetter lässt einen zügigen Fortschritt in der weiteren Aussaat der Sommergerstenflächen erwarten.
Als dramatisch muss der von den Braugerstenförderverbänden eingeschätzte Flächenrückgang bewertet werden. Nach der ersten Erhebung der Braugersten-Gemeinschaft wird die Sommergerstenfläche in Deutschland erneut um 15 bis 20 Prozent zurückgehen. Die Überversorgung des Marktes sowie die daraus resultierenden niedrigen Erzeugerpreise für den Braugerstenvertragsanbau sind neben den risikoärmeren Anbaualternativen im Energiepflanzensektor sicherlich die Hauptursachen für den enormen Flächenrückgang.
Das Sortenspektrum auf den deutschen Sommergerstenflächen setzt sich in erster Linie aus den in den vergangenen Jahren von der Braugersten-Gemeinschaft über das Berliner Programm getesteten und mit der Verarbeitungsempfehlung ausgezeichneten Sorten zusammen.
geschrieben von agrarheute.com am 08.04.2010 um 07:00.
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