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Agrarrohstoffe bleiben begehrt

Die wachsende Weltbevölkerung und der zunehmende Einsatz von Biokraftstoffen halten in den kommenden Jahren die internationalen Agrarpreise auf hohem Niveau. Der Handel wird sich stark beleben. Sofern es nicht zu globalen Krisen kommt, verspricht das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA den Landwirten einkommensstarke Jahre. Die aktuelle Zehnjahresprognose, die das Ministerium traditionell im Februar veröffentlicht, zeigt eine Fortschreibung der Trends, die 2009 nur kurz durch die internationale Finanzkrise unterbrochen war. Die Nachfrage nach Agrarrohstoffen wird künftig in einem Ausmaß steigen, dass die Landwirte mit der Produktion gerade so nachkommen. Überschüsse sind jedenfalls nicht zu erwarten.

Für die Nahrungsmittelnachfrage stammen nach Einschätzung des USDA die größten Wachstumsimpulse aus den Entwicklungsländern, da dort die Bevölkerung wächst und die Einkommen steigen. Das Ministerium unterstreicht die Bedeutung des Nahen Ostens und Nordafrikas. Länder in dieser Region werden 2020 etwa 45 Prozent aller globalen Exporte von Hähnchenfleisch aufnehmen. Hinzu kommen umfangreiche Importe von Weizen und Futtergetreide. Einen ebenfalls florierenden Absatzmarkt bietet Mexiko. Für China rechnet das USDA mit weiter zunehmenden Sojaimporten und bis zum Jahr 2020 auch mit substanziellen Maisimporten.

Die EU wird nach Einschätzung der Amerikaner ihre Importe von Ölsaaten und Pflanzenölen aus Russland und der Ukraine kräftig ausdehnen, um genug Rohstoff für die Erzeugung von Biodiesel zu haben. Zusätzlich sind wachsende Importe von Biodiesel aus Argentinien zu erwarten. Für Ethanol rechnet das USDA damit, dass Brasilien zunehmende Mengen in die EU liefert.

geschrieben von agrarzeitung.de am 17.02.2011 um 06:21.


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