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Marktberichte

1. Saatenstandsbericht Sommergerste 1/2009 vom 30. März 2009

Die bis Ende März anhaltenden, teilweise winterlichen Witterungsverhältnisse verzögern die Aussaat für Sommergerste in Deutschland um mehrere Wochen. Einer ersten Abfrage der Braugersten-Gemeinschaft e.V. in den Landesförderverbänden zufolge, konnten bis Ende März nur vereinzelt Sommergerstenflächen bestellt werden.

In Baden-Württemberg sind dies 20 – 30 %, in Rheinland-Pfalz ebenfalls ca. 30 %, in Niedersachsen ca. 60 %, sowie in Thüringen ca. 25 % der zu erwartenden Sommergerstenanbaufläche. In den anderen Bundesländern, insbesondere in Bayern und in weiten Teilen Sachsens, konnte noch nicht mit der Aussaat begonnen werden.
Auf Grund der hervorragenden Aussaatbedingungen im Herbst 2008 für Winterungen und des stark eingebrochenen Erzeugerpreises für Braugerste ist ein erheblicher Flächen-rückgang bei Sommergerste zu erwarten. Waren es in 2008 noch 534.000 ha, werden für 2009 nach ersten Schätzungen ca. 470.000 ha bundesweit erwartet. Dies entspräche einem Rückgang von 10 – 12 %. Trotz des langen und teilweise harten Winters sind keine nennenswerten Auswinterungsschäden bei Winterungen zu beobachten, so dass keine zusätzlichen Flächen für die Sommeraussaat frei werden.
Zum derzeitigen Pflanzenstand ist auf Grund der Aussaatverzögerung noch keine Angabe zu machen. Die wichtigsten Braugerstensorten werden auf der Grundlage der verkauften Saatgutmenge und der Vermehrungsflächen „Marthe“, „Quench“ und „Braemar“ sein. Die vom Berliner Programm empfohlene Sorte „Streif“ ist in einigen Bundesländern für den Probeanbau vorgesehen.
Für die erste Aprilwoche ist trockene, warme Witterung deutschlandweit vorhergesagt. Die Aussaat könnte nach Abtrocknen der Böden dann zügig ausgebracht werden.

geschrieben von Braugersten-Gemeinschaft e.V. am 31.03.2009 um 01:45.


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