Malz- und Bier-Lexikon

Bier & Malz

Zapfenstreich

Der Begriff stammt aus der Zeit der Landsknechte und war das Zeichen für den Beginn der Nachtruhe in den Quartieren und für das Ende des Biertrinkens. Im Jahre 1596 wurde erstmals ein Abendsignal in Verbindung mit dem „Zapfenschlag“ erwähnt.
Der Zapfenstreich wurde mit der Trommel, dem Horn oder der Trompete gegeben. Nach dem Zapfenstreich durften sich Soldaten abends ohne besondere Erlaubnis nicht mehr außerhalb ihrer Quartiere aufhalten.
Der Name soll sich davon ableiteten, dass ursprünglich zu bestimmter Stunde ein Kreidestrich über den Zapfen der Bierfässer gemacht wurde, um das Verbot des weiteren Getränkeverkaufs kontrollieren zu können. Eine andere Erklärung ist, dass zum Zeichen des Feierabends mit dem Säbel der Wache auf den Zapfen der Bierfässer geschlagen (gestrichen) wurde. Laut Duden-Herkunftswörterbuch ist der Zapfenstreich ein Streich (= Schlag) auf den Zapfen des Fasses, mit welchem das Ende des Ausschankes mitgeteilt wurde. Der im anglo-amerikanischen Sprachraum verwendete Ausdruck „Tattoo“ für Zapfenstreich geht auf einen entsprechenden Brauch zurück (von niederländisch) ab „(Doe den) tap toe“ (dt. etwa „(schließt den) Zapfhahn“), auch schwedisch „tap to“, also Zapfen zumachen). International bekanntestes Tattoo im Vereinigten Königreich ist das seit 1950 durchgeführte Edinburgh Military Tattoo, gleichzeitig das größte Musikfestival Schottlands.

Quelle: Wikipedia u.a.m.

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