Bier & Malz
In einer Mälzerei wird durch Mälzung aus Braugetreide Malz hergestellt.
Vor allem Deutschland ist als Biernation für seine Mälzereien bekannt. Weltweit gibt es ca. 180 Länder mit Brauereien, aber nur ca. 50 Länder mit Mälzereien. In Deutschland gibt es rund 45 Handelsmälzereien. Diese produzieren rund 2,1 Millionen Tonnen Malz pro Jahr. Für 100 Liter Bier (ein Hektoliter) werden 15 bis 18 Kilogramm Malz benötigt.
Historisch gesehen haben Brauereien selbst gemälzt und waren von daher Brauerei und Mälzerei in einem. Heutzutage stellen nur noch wenige Brauereien (vor allem in Franken) ihr Malz selbst her. Mit zunehmender Industrialisierung wurde die Herstellung von Malz immer mehr von der Bierherstellung gelöst und die Mälzereien wurden zu eigenständigen Unternehmen. Trotzdem ist das Mälzen untrennbar mit dem Brauen verbunden. So vereint der Beruf des Brauers und Mälzers (Brauerin und Mälzerin) beide Tätigkeiten.
Die Herstellung von Malz kann in drei Teilbereiche gegliedert werden.
Das Weichen. Beim Weichen im Weichhaus wird die Gerste (oder anderes Braugetreide) während 2-3 Tagen befeuchtet, bis der Wassergehalt des Kornes bei ca. 40 %-45 % liegt.
Das Keimen. Die geweichte Gerste keimt in Keimanlagen während 4-7 Tagen. Dabei bilden sich aus dem Keimling des Kornes Blatt- und Wurzelkeime und es werden im Korn Enzyme gebildet bzw. aktiviert.
Das Darren. Das gekeimte Grünmalz wird auf der Darre in einem schonenden Verfahren getrocknet und es bilden sich Farb- und Aromastoffe im Korn.
Durch verschiedene Mälzungsverfahren kann eine Vielzahl verschiedener Malze hergestellt werden, welche ihrerseits unterschiedlichen Biersorten möglich macht.
Es gibt verschiedene Keimverfahren:
Tennenmälzerei (engl. floor maltings). Das Getreide wird in relativ dünnen Schichten (ca. 30 cm) auf dem Boden ausgebreitet und regelmäßig manuell gewendet. Das traditionellste Verfahren ist relativ arbeitsaufwendig bei geringer Kapazität.
Kastenmälzerei (engl. Saladin box). Das Getreide wird in von unten belüfteten Kästen zum Keimen gebracht und mechanisch gewendet. Das Verfahren wurde vom Franzosen Charles Saladin entwickelt.
Wanderhaufenmälzerei/Keimstraße (engl. Wanderhaufen)
Trommelmälzerei (engl. drum maltings). Das Getreide keimt in rotierenden Trommeln.
Turmmälzerei oder SGKV-Verfahren (engl. tower maltings bzw. Steep, Germinate and Kilning Vessel).
02.09.10 - Feldschlöschen wid zum Juni 2011 die Cardinal Brauerei in Freiburg schließen. Die Marke wird jedch weiter leben und im Lohnbrauverfahren abgefüllt. Derzeit laufen noch Gespräche zur künftigen Nutzung des Standorts sowie zum bereits ausgehandelten Sozialplan. Betroffen sind isgesamt 75 Mitarbeiter wovon 18 vorzeitig pensioniert werden. De restlichen 57 Mitarbeiter erhalten von Feldschlösschen ein Stellenangebot. [mehr]
31.08.10 - Die Asahi Breweries Ltd. wird die P&N Beverages Australia Pty Ltd., den nach Absatzvolumen drittgrößten Softdrink-Hersteller in Australien, vollständig übernehmen. Bis 2015 wolle der Konzern seine Erlöse auf 2 bis 2,5 Bio. Japanische Yen (JPY) steigern, wobei der Auslandsanteil bei 20 bis 30 Prozent liegen solle. [mehr]
30.08.10 - Die Sommergerstenernte dürfte in Bayern zu 75 bis 80 Prozent abgeschlossen sein. Nennenswerte Flächen müssen noch in den Regierungsbezirken Oberfranken sowie in der Oberpfalz gedroschen werden. Daneben stehen auch im südlichen Württemberg noch etliche Flächen. Die bislang bekannt gewordenen Qualitäten sind sehr heterogen. Mittlerweile wird vermehrt von offenem und verstecktem Auswuchs berichtet. Auch ist der Vollgerstenanteil zum Teil enttäuschend. [mehr]