Malz- und Bier-Lexikon

Bier & Malz

Hirse

HirseHirse ist eine Sammelbezeichnung für eine Reihe von Getreidearten, die alle zur Familie der Süßgräser (Poaceae) gehören. In China wurde Rispenhirse ab 2500 v. Chr. landwirtschaftlich genutzt. Hirse wurde früher auch in Europa als Nahrungsmittel angebaut. In vielen Gebieten Afrikas und Asiens sind die unterschiedlichen Hirsearten Hauptnahrungsmittel, werden allerdings zunehmend durch Mais verdrängt. Die Körner der meisten Hirsearten bzw. -sorten sind mit 60-80 % vor allem reich an Kohlenhydraten, enthalten 6-20 % Eiweiß, darunter zahlreiche essentielle Aminosäuren und 1-6 % Fett.

Weltweit wurden im Jahr 2004 laut FAO nur noch 87,8 Mio. t an Sorghum und Millet produziert, die hauptsächlich zu Breinahrung und Futtermittel verarbeitet wurden. Der Hektarertrag ist von allen Getreidearten mit nur 7 dt/ha der geringste. Dies ist einer der Gründe, weshalb der wesentlich ertragreichere Mais in den traditionellen Hirseanbaugebieten immer populärer wird. Allerdings hat Hirse gegenüber Mais den großen Vorteil, das selbst bei sehr schlechtem Wetter die Ernte fast nie komplett ausfällt.

Quelle: www.getreidesorten.de/getreide/inhalt/hirse.html

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