Bier & Malz
Braumalz ist Malz, das speziell auf die Anforderungen der Herstellung von Bier ausgerichtet ist.
Für Brauereizwecke wird heute überwiegend Gerste vermälzt. Das hat mehrere, teils historische Gründe:
Gerste wächst auch auf Böden, die für Weizen ungeeignet sind, zudem ist sie zum Backen kaum geeignet, kann also auch bei Backgetreideknappheit bedenkenlos verbraut werden. Deshalb gab es in der Geschichte oft Bestrebungen, Bier aus anderem Getreide zu verbieten.
Gerste verfügt über eine stabile Kornhülle (Spelze), die beim Läutern (Trennen der Bierwürze von den festen Bestandteilen nach dem Maischen) als natürliches Filterbett dient
Gerste hat einen ausgeprägten, kernigen Eigengeschmack, der dem Bier seinen "Körper" gibt
Natürlich kann zum Brauen aber im Prinzip jede Getreidesorte vermälzt werden. Neben Gerste kommt besonders Weizen zum Einsatz, seltener Roggen und Dinkel. Eher selten, wenn auch geschmacklich reizvoll, ist der Einsatz von Malz aus Emmer, Einkorn, Hirse, Mais und weiteren Getreidesorten, deren eher ungünstige Braueigenschaften jedoch zu deutlich mehr Verarbeitungsaufwand führen.
siehe auch: Malz
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