Malz- und Bier-Lexikon

FAQ

Bier und Gesundheit

Bier schmeckt nicht nur, es ist auch gesund - allerdings in Maßen. Es enthält lebenswichtige Vitamine: Insbesondere die Gruppe B ist reichlich vertreten (B1, B2, B3, B6): Diese Vitamine beeinflussen den Herzkreislauf, regen den Stoffwechsel an, verbessern die Konzentration und das Immunsystem. Und nebenbei profitieren auch Haut und Haar von der Hefe. Außerdem ist der Gerstensaft mit Mineralstoffen, Kohlenhydraten und Eiweißstoffen gesegnet.

Bier für den Blutdruck
Mäßiger Bierkonsum hält den Blutdruck im Lot. Männer, die bis zu einer Maß Bier pro Tag trinken, leiden im Durchschnitt sogar seltener an Bluthochdruck als Alkohol-Abstinenzler. Für Frauen gilt dasselbe, nur halbiert. Wer allerdings ohne Maßen den Bierdurst löscht, bewirkt das Gegenteil: Je mehr Bier, umso höher der Blutdruck.

Bier fürs Herz
Bier schützt die Blutgefäße und das Herz, es kommt seltener zu Herzinfarkten und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Alkohol beeinflusst den Cholesterin-Stoffwechsel positiv, denn die Zahl der guten „Cholesterin-Transporter“ wird erhöht. Diese „Putzkolonne“ holt überschüssiges Cholesterin aus den Zellen und aus Ablagerungen in den Blutgefäßen heraus und entsorgt es. Die Arterien werden in Schuss gehalten, das Risiko für Herzinfarkte gesenkt. Auch hier gilt: mäßiger Genuss!

Bier für die Schönheit
Bierschampoos halten insbesondere feine Haare zusammen – die Struktur wird fester und das Haar bekommt mehr Volumen. Auch für den gesunden Teint gibt es eine Bier-Mischung: Bierhefe-Cremes sorgen für reine Haut, denn Hefe enthält viel Vitamin B6. Und dieses Vitamin sorgt dafür, dass nicht zu viel Fett auf der Haut abgelagert wird – und fördert den Energiestoffwechsel der Hautzellen. Außerdem hat Vitamin B6 eine heilende Wirkung – nicht ohne Grund ist es eine Substanz in Wund- und Heilsalben.

Bier für die Vitamine
Über Malz, Hopfen, Hefe und Wasser gelangen die B-Vitamine ins Bier. So enthält eine Maß Bier etwa ein Viertel des Tagesbedarfs an Vitamin B6. Nicht nur B6, auch B2 und B1 sind im Bier zu finden. Also ist es nicht nur gut für die Haut, sondern auch für Haare, Nägel und das Wachstum. Ein weiteres Vitamin, das Niacin, wirkt ebenfalls auf die Haut – es schützt vor UV-Strahlen und beeinflusst die Pigmentbildung. Ein Liter Bier enthält etwa die Hälfte des Tagesbedarfs an Niacin.

Bier für Muskeln und Nerven
Bier ist außerdem mit vielen Mineralstoffen gesegnet: Magnesium unterstützt die Muskeln, die Reizübertragung der Nerven und den gesamten Energiestoffwechsel. Kalium ist wichtig für Herz und Muskeln und kann zugleich den Blutdruck senken. Natrium und Calcium sind dagegen kaum im Bier zu finden. Und das ist gut so, denn diese Kombination – wenig Calcium, viel Magnesium – wirkt vorbeugend gegen Herzerkrankungen, Gallen- und Harnstein. Und wer schlechte Nerven hat, dem sei ebenso ein Glas Bier empfohlen – der Hopfen ist ein natürliches Beruhigungsmittel. Kohlenhydrate sind der Brennstoff für Muskeln, Gehirn und Nerven. In Form von Zucker (Malz, Trauben- und Fruchtzucker) entsteht er während des Brauens.

Bier und Bauch
Man kennt ihn, den berühmten Begriff „Bierbauch“. Doch woher kommt die Vermutung, dass der Bauch gerade vom Biertrinken kommt? Weil die Bajuwaren, die ja bekanntlich besonders gerne Bier trinken, besonders häufig einen Bauch vor sich her tragen? Ein Blick auf die Kalorien offenbart Erstaunliches: Ein Glas Bier hat weniger Kalorien als dieselbe Menge Wein, Sekt oder Apfelsaft. Sogar ein fettarmer Frucht-Joghurt weist mehr Kalorien auf.
Die Legende vom Bierbauch ist falsch. Tatsache ist vielmehr, dass das süffige Getränk Appetit macht – die Bildung der Verdauungssäfte wird angeregt. Wer nun bei jedem Glas Bier dem knurrenden Magen nachgibt, kann dadurch auch einen Bauch ansetzen – das Bier ist nur indirekt Schuld.

Quelle: Gesellschaft für Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Brauwirtschaft E.V.

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